Sondeln in Berlin – Regeln, Genehmigung & Fundstellen
Berlin ist für Hobbysucher eines der schwierigsten Pflaster in Deutschland. Als Stadtstaat mit begrenzter Fläche und strengen Regeln kommen Privatpersonen hier kaum zum Zug. Trotzdem schlummert unter der Hauptstadt eine faszinierende Geschichte von der mittelalterlichen Doppelstadt bis zum 20. Jahrhundert.
Rechtslage in Berlin
In Berlin ist das Sondeln für Privatpersonen praktisch nicht möglich. Die Nachforschungsgenehmigung wird vom Landesdenkmalamt Berlin (LDA) erteilt und in der Regel nur an archäologisches Fachpersonal vergeben. Die Rechtsgrundlage bildet § 3 DSchG Bln.
- Genehmigungen werden nur an Fachpersonal erteilt – Privatpersonen haben kaum Chancen
- Es gilt das totale Schatzregal: Alle Bodenfunde gehören dem Land Berlin
- Als Stadtstaat bietet Berlin nur sehr begrenzte Flächen
- Viele Flächen sind zusätzlich als Bodendenkmäler geschützt
- Bei illegalem Sondeln drohen empfindliche Bußgelder
Interessante Fundstellen in Berlin
Auch wenn das Sondeln hier kaum möglich ist, lohnt sich ein Blick auf Berlins archäologische Geschichte. Die mittelalterliche Doppelstadt Cölln/Berlin wurde im 13. Jahrhundert gegründet, und bei Bauarbeiten kommen regelmäßig Funde aus dieser Zeit ans Licht. Die preußische Epoche hinterließ militärische und zivile Spuren in der gesamten Stadt.
Besonders präsent sind Relikte des Zweiten Weltkriegs – von Munition über Ausrüstungsgegenstände bis hin zu verschütteten Kellergewölben. Auch die Industriegeschichte des 19. Jahrhunderts hat ihre Spuren im Berliner Boden hinterlassen.
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Karte öffnen →Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Anforderungen können sich ändern – informiere dich vorab bei deiner zuständigen Denkmalschutzbehörde.